Hotelbewertungen

Gestern, als ich mit meinen Gästen auf einer Wanderung war, liess ich vergangenen Montag, den Hotelmarketingtag, in meinem Kopf Revue passieren. Unter anderen war ein Thema, Hotelbewertungen zu welchem ich mich an dieser Stelle schon einmal geäussert habe. Über Twitter fragte ich  meine Follower (siehe unten), was sie von Hotelbewertungen halten, resp. ob sie Bewertungen vor einer Buchung konsultieren. Innerhalb von Minuten kamen Antworten. Das Fazit ist, dass alle Hotelbewertungen zu Rate ziehen, bevor sie ein Hotel buchen. Das habe ich eigentlich auch erwartet. Obwohl ich, Thomas Frei, als Gast nie ein Hotel bewerten würde, geschweige denn Bewertungen mir fremden Menschen lesen täte.

Meine Meinung als Hotelier: Ich verstehe Gäste die das Gesehene und Erlebte anderen Menschen mitteilen wollen nicht wirklich (holidaycheck, tripadvisor).  Ich selber habe damit überhaupt kein Problem, zumal der Bernerhof doch recht gut bewertet wird. Nur, eine Steigerung der Qualität für mein Produkt erreiche ich durch diese Bewertungen nicht.  Aber genau das will ich. Ich will unser Hotel ständig verbessern und mehr Wohlgefühl mit einem optimalen Nutzen zwischen Preis und Leistung für meine Gäste erreichen. Also muss ich meine Gäste mit konkreten Fragen löchern und aus den Antworten meine Schlüsse ziehen. Die ganzen Plattformen auf dem Internet sind schlussendlich eine Selbstbefriedigung für den Hotelier selber. Meist stiften die Hoteliers ihre Gäste gegen Bezahlung oder Wettbewerbspreisen dazu an, Bewertungen abzugeben.

Wir in der Region Gstaad handhaben das so, dass der abgereiste Gast ein Mail mit konkreten Fragen zum Hotel und zur Destination bekommt, die er anonym ausfüllen kann. Die gesammelten Daten können vom Hotel eingesehen werden. Zudem kann ein Hotelier sehen, wie er im Vergleich zu seinen Kollegen in der Region steht. Sei dies gesamthaft oder zu bestimmten Fragen. Dieses System bringt mich als Hotelier dazu, mein Produkt ständig zu verbessern. Ich will nämlich mit meinem Hotel bei den Besten sein. Als “Abfallprodukt” entstehen die Bewertungen auf den gängigen Plattformen.

Herzlichen Dank an alle, die mir auf Twitter geantwortet haben:

Gstaad ist…..

… wie soll ich schreiben. Also ich find Gstaad und die Region Saanenland aller erste Sahne. Echt. Ich finde keine passenden Worte. Schaut Euch einfach diesen Clip an. Der ist sowas von Gstaad.

Querdenken

das Mailing

das Mailing

Es gibt sie. Menschen, die anders denken. Und demzufolge Probleme von einer anderen Seite angehen, als es die Masse der Menschen tut. Das sind dann Querdenker. Ein Querdenker hat dazu eine Agentur gegründet. Und diese Querdenkagentur hat mir geschrieben. Es stand, dass der Euro nur kurzfristig mein Problem sei. Da viel mir ein Franken vom Herzen. Der nächste Satz liess mein Blut in den Adern stocken: Die mittelfristigen Probleme sind allerdings noch problematischer. Nein, himmelherrgottnochmal. Jetzt kommts: IHRE STAMMGÄSTE KOMMEN INS ALTER. - Ihre Stammgäste kommen ins Alter, stammle ich ungläubig vor mich hin. Jessesgott. Kreideweiss lese ich weiter, deren Kinder und Enkel entwickeln eigene Ferienmodelle, sie sind kein wirklicher Ersatz für Ihre grauhaarigen Stammgäste. Nein… Wir haben probate Konzepte – man achte auf den Plural – im Kampf gegen die Generationenablösung entwickelt. Sie haben sich bewährt. Sie faszinieren die Jungen, ohne Ihre bisherigen Stammgäste zu vergrauen – ähm vergraulen. Das ist Kunst. Reden wir darüber. Tel. 044 316 6080 Dazu haben die Querdenker noch Sperma per pleps hospes infans beigelegt. Sperma? Der hat doch nicht etwa…. Ach nein, der alter Lateiner. Samen für junge Stammgäste. Steht im Kleingedruckten. Ja danke.

Liebe querdenkende Querdenkagentur, ich zweifle Ihre verquerten Qualitäten nicht im geringsten an. Sie müssen eine äusserst erfolgreiche Agentur sein, da Sie mir schon den x-ten Brief schreiben. Zudem haben sie Hotels wie das Trois Rois in Basel und allen voran das Grand Hotel Bellevue in Gstaad erfolgreich positioniert. Das oben beschriebene Mailing finde ich aber, wie soll ich schreiben, nicht ganz gelungen.

Fact ist, dass die Alterspyramide aufzeigt, dass es immer mehr ältere Menschen gibt. Zweitens werden die älteren Menschen, dazu zähle ich 50+ , bei immer besserer Gesundheit älter und damit mobiler. Zudem sind die Senioren flexibler, die Urlaubsdaten betreffend und, sie geben ihr Geld auch aus. WAS UM HIMMELSWILLEN SOLL ICH MIR JUNGE SUCHEN ? Hä? Wenn ich junge Menschen bewerbe ist es etwa so, wie wenn ich mit einer normalen Angelrute im Atlantik der Hochseefischerei fröne. Ich fange damit nichts.

Dann schreiben Sie weiter, dass sich Ihre Konzepte schon bewährt haben. Schon bewährt haben. Dann wollen Sie mir also ein Konzept andrehen, dass Sie schon in anderen Hotel’s angewendet haben? Ja, so bin ich im Markt erkennbar. Einzigartig, nicht auswechselbar. Wenn andere schon das gleiche Konzept haben. Nei ehrli.

Liebe Querdenker, ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg. Aber bei mir gedeiht Ihr Samen nicht. Streichen Sie mich einfach. Von Ihrer Mailingliste. Danke.

Lieber Schweiz – statt Geiz!

 

 

Diese Zeilen wollen Sie bitte als ein mächtiges Wort für Ferien in der Schweiz verstehen. Weil die Schweiz so ist, wie sie ist ~~> nämlich so

Fazit des bisherigen Schweizer Sommers: Wolken, Regen, Sonne, kühl und windig. Kurz, sehr wechselhaft. Und da wären wir beim Thema, dem Wechselkurs. Euro pflotschig und Franken hart wie Gotthardgranit. Die Schweizer Touristen freut’s. Uns Schweizer Beherberger und Tourismusmenschen nicht. Der Stanglwirt macht auf Facebook unbarmherzig jagt auf Schweizergäste. Die Schweizer sollen bitteschön den Wechselkurs ausnutzen und zu ihm in die Ferien kommen. Jänu.

Ich war kürzlich für 3 Tage in den Ferien. In der Schweiz. Es war genial. Von Gstaad mit dem Cabrio über den Susten, Gotthard ins Tessin zu meinem Lieblingskoch Martin Dalsass geschaukelt. Dieser Geschmack der Landschaft. Die Klarheit in der Luft. Das glitzern der Gletscher. Abendessen direkt, nein auf dem Luganersee. Aufwachen mit dem Blick in den See. Das Essen unter rauschenden Kastanienbäumen. Die Rückfahrt über den Nufenen- und Grimselpass. Grandios, diese geballte Kraft der Natur. Ein Kunstwerk sondergleichen.

Wir haben in der Schweiz so viele lebendige Hotels, in denen sich wunderbar entspannen lässt. So viele Restaurants, welche mit grosser Qualität arbeiten und wo sich’s herrlich schlemmen und geniessen lässt.

Eine völlig zufällige und darum unvollständige Liste sei hier:

Name  Restaurant Hotel Ort
Gasthaus Schiff X X Mammern
Rheinhotel Fischerzunft X X Schaffhausen
Hotel Krafft X X Basel
Dellago X X Melide
Roselaui X X Rosenlaui
Kleine Scheidegg X X Kleine Scheidegg
Pinte des Mossettes X Cerniat
Hotel Rössli X X Bad Ragaz
Greulich X X Zürich
Chalethotel Hornberg X X Saanenmöser
Palazzo Salis  X X Soglio
L’Ermitage, Ravet X X Vufflens-le-Château

 

Schweiz – weil es mir mein Geld wert ist.

 

So guet

 

Davidoff

Davidoff

Kleine Cigarre für den grossen Genuss

Wer das da unten nicht lesen will, geht zu diesem Link

Ja, ich schreibe mal wieder etwas. Hier. An dieser Stelle. Irgendwie fehlten mir in letzter Zeit die Buchstaben. Die fehlen mir zwar jetzt auch noch. Trotzdem schreibe ich. Denn als Davidoff Werksraucher bekam ich in den letzten Juni Tagen ein Päckli. Und das verheisst Gutes. Nämlich Davidoff Cigarren für ein Tasting.

Voller Freude machte ich das Packet auf. Zum Vorschein kam eine kleine Blechdose. Mit 5 Cigarren drin. Ein kurzes “jö wie herzig” rutschte in meine Gedanken. Die Blechdose war mit Davidoff “Puro d’Oro” Momentos angeschrieben. Ich liebe doch Grossformate. Mit so kleinen Dingern gebe ich mich doch nicht ab. Normalerweise.

Selbst die aufgeklebte Drohung auf der Dose, “Rauchen kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz,” hinderte mich nicht daran, eines Abends einen Moment zu finden, die Momentos zu degustieren. (Man und natürlich auch Frau, achte auf das geniale Wortspiel.) Es war ein lauer Sommerabend bei mir zu Hause auf der Terrasse. Zur Degustation schenkte ich mir ein Glas “I Capitelli” 1997, einem Recioto Soave mit 13 vol.%, ein. Und, das kleine Ding war fantastisch. Ich habe noch nie eine würzigere Petit Corona genossen, die dazu noch harmonisch war. In der Verbindung mit dem Wein, war die Cigarre ein Genusserlebnis erster Güte.

Trotzdem, sei ein kritisches Wort erlaubt. In der Pressemitteilung heist es, dass sich die Momentos an Aficionados richte, welche einen vollen Terminkalender hätten und trotz Zeitmangels nicht auf einen kurzen Moment der Ruhe verzichten wollen. Diesen Leuten empfehle ich, eine richtige Pause zu machen. Ein Aficionado nimmt sich Zeit. Zeit für die Cigarre und vor allem für sich selber.

Hier noch die Koordinaten der Cigarre:

Format: Petit Corona
Länge: 10,2 cm
Durchmesser: 1,63 cm / RG 41
Deckblatt Davidoff Yamasá Dom. Rep.
Umblatt & Einlage Eine Mischung verschiedener verschiedener, abgelagerter Premium-Tabake der Dom. Republik
Preis: CHF 34.– in der 5er Blechdose

Grandes Tables de Suisse

Mit der iPhone Applikation der Grandes Tables de Suisse bringen Sie die kulinarischen Hochburgen der Schweiz auf Ihr iPhone. Diese App beihnaltet 51 Restaurants deren Chef's zu den innovativsten ihrer Zunft gehören sowie 17 ausgesuchte Hotels, welche die Schweizer Service Tradition leben. Der Link dazu.

In der Hotel Revue hat der Präsident der Grandes Tables de Suisse, André Jaeger ein bemerkenswertes Interview gegeben. Der Feingeist der Schweizer Spitzenköche sagt: "Man muss sich ernsthaft Gedanken machen, wohin die Schweizer Gastronomie steuert." Wie recht er doch hat. Der André Jaeger.

World of Pleasure

Für Menschen, die den Genuss lieben, die gerne gut essen, ab und wann eine Cigare geniessen, hat die Firma Davidoff ihre Seite World of  Pleasure iPhone und Android tauglich gemacht. Sie können sich mit dieser Anwendung lokalisieren und finden ausgesuchte Cigar Lounges in Ihrer unmittelbarer Umgebug.  Ebenso sind alle Daten der Davidoff Tour Gastronomique Schweiz wie auch die Anlässe auf dem Davidoff Schiff auf dem Zürichsee gelistet. Zudem stellt Davidoff einmal im Monat eine Cigarre des Monats vor. Immer wieder schön, neue Cigarren kennen zu lernen und alte Cigarren nicht zu vergessen.

Ein Hotel

Es gibt in dieser Welt solche und solche. Hotels. Ich war in einem Palazzo. Er ist prächtig, dieser Palazzo. Er ist wiederspenstig und lässt sich nicht beschreiben. Dafür schmecken, tasten, hören, fühlen, umarmen. Einer der wohl letzten Rückzugsorte in einer Welt, in der jeder und jede meint er müsse schneller sein. Der Palazzo liegt in Soglio. Im Bergell, nahe der italienischen Grenze. Die Geschichte des Palazzo Salis beginnt 1630 mit dem Bau durch Ritter Baptista von Salis. Im 1998 wurde das Palazzo Salis zum historischen Hotel des Jahres gekürt. Das Bergeller Dorf Soglio gehört zu den am besten erhaltenen, traditionellen Siedlungen im Alpenraum. Das Tal war seit der Römerzeit bis ins 19. Jh. eine wichtige Nord-Süd Verbindung.

Und genau jetzt höre ich auf mit dem Geschreibsel. Geht hin, das “Hotel” und Soglio ist eine Reise wert. Von woher Ihr auch auch immer anreist.

Die Welt 50 besten Restaurants

Ich bin kein Ranglistenfetischist. Darum finde ich diese Rangliste der weltweit Top 50 Restaurants Brotbrösmeli. Sie gibt sicherlich Hinweise, wo Frau oder man gut isst. Aber 1 – 2 – 3 kann so nicht gemacht werden.

Wie funktioniert die Bewertung: Zuerst wurde die Welt in 27 geografische Ecken aufgeteilt. Diesen stehen Menschen vor. Diese Menschen suchen wieder Menschen in diesen Ecken. Daraus ergibt sich die Academy. Und diese Academy Members bewerten nun. Die müssen mittels einem Fragebogen im Computer Ihre Lieblingsrestaurants in Ihrem Weltecken bewerten. Und dann wird zusammen gezählt.

Naja, eben, so genau kann diese Bewertung nicht sein. Doch wie geschrieben, ergibt diese Rangliste Anhaltspunkte, wo gut gegessen werden kann. Und nicht zu vergessen, eine riesen Publicity für die darin aufgeführten Restaurants.

Achja, das erste der zwei klassierten Schweizer Restaurant’s in den ersten 50zig, ist auf Platz 23. Der Caminada vom Schauenstein in Felsenau. Geht da hin. Echt geil. Rochat sei der 47zigste. Meint die Rangliste. Ich nicht. Er ist besser.

Der Gewinner: Noma, Strandgade 93, 1401 Copenhagen, Denmark