Archiv für Juni 2010

So süess…

Philippe Chevrier kocht im Basta

Anlässlich der Davidoff Saveurs Genusswoche kocht Philippe Chevrier, Domaine de Châteauvieux, Satigny im BASTA. Und was kocht er: “Ich werde wohl mit tollen Langustinen, wunderbaren schwarzen Schweinen aus dem Limousin mit Doppelmagnums meiner Genfer Winzerfreunde anreisen.” Und mit den wichtigsten Chefs de Partie seienr Brigade. Und nach dem Diner? “Da freue ich mich auf eine Zigarre unter Freunden”, lacht Geniesser Chevrier.


Staatliche KMU Belästigung

Soll das „Hahnen“-Wasser in Restaurants gratis sein? Im Tages Anzeiger war im März ein Bericht zu diesem Thema: Hahnenburger: Sturm im Wasserglas? Darin stand zu lesen: „Viele Zürcher Gastrobetriebe bieten ihren Gästen kostenlos Hahnenwasser an. Einen rechtlichen Anspruch darauf haben allerdings nur Restaurantbesucher im Tessin.“

Genügend Auflagen machen uns Wirten und Hoteliers das Leben schwer und beschränken unseren Spielraum. Wir werden durch zahlreiche Vorschriften behindert. Zunehmend haben wir es mit Bewilligungspflichten auf allen Ebenen zu tun. Wir müssen immer mehr Aufgaben übernehmen, welche eigentlich in das Pflichtenheft des Staates gehören. Einige Beispiele? Wir sind Steuereintreiber (Quellensteuer, Mehrwertsteuer, Kurtaxen, Beherbergungstaxen, Pro Litteris, Billag und andere mehr.) Als Polizeiorgan (Nichtrauchen, Alkoholausschank, Schliessungszeiten, Ladenöffnungszeiten) werden wir gebraucht. Zudem sind wir Datenlieferanten an den Staat (Berherbergungsstatistik, Datenerhebung bei den Gästen, Betriebsstatistiken, Lohnstatistiken etc.) Gefragt sind wir auch als Staats- und Arbeitszeitkontrolleure (Lebensmittelgesetz, Hygienevorschriften, L-GAV, KOPAS usw.) Letztlich sind wir noch Konsumentenschützer (Deklaration der Produkte, Herkunftsbezeichnungen, Preisanschriften, Kartellverbote usw.)

Daten werden wie zu Urzeiten der EDV erhoben, was noch mehr Zeit benötigt und rein gar nichts mit der heutigen Technologie zu tun hat.

Klar, andere Branchen haben ebenso mit den Auflagen der Behörden zu kämpfen. Die KMU’s, der viel gepriesene Rückgrat der Schweizer Volkswirtschaft, wird in seiner täglichen Arbeit durch immer mehr Auflagen behindert. Unser Parlament schaffte es bis jetzt nicht, die Mehrwertsteuer Abrechnung zu vereinfachen. Ich schreibe hier nicht von Sondersätzen, für die standortgebundene Exportindustrie Hotellerie, aber von einem einheitlichen Steuersatz und einer vereinfachten Abrechnung.

Die drei grossen Konsumentenorganisationen ASCI, FRC und SKS schlossen sich zusammen und forderten gemeinsam, dass das Hahnenwasser der Wirte dem Gast künftig kostenlos abgegeben werden soll. Die Konsumentenorganisationen begründen ihre Forderung damit, dass für den Wasserkonsum aus Flaschen weder ernährungstechnische, noch hygienische, noch wirtschaftliche Gründe sprechen. Ganz im Gegenteil belastet der Wasser Konsum aus Flaschen im Gegensatz zum Hahnenwasser laut den Konsumentenorganisationen die Umwelt zusätzlich. Der Konsum des Hahnenwasser sei im Vergleich zum Wasserkonsum aus Flaschen nämlich rund 1000 Mal ökologischer. Zudem koste das Hahnenwasser in der Schweiz zwischen 250 bis 500 Mal weniger als das Wasser in den Flaschen.

Dies bestreitet niemand. Im Gegenteil. Viele Restaurants im Saanenland haben auf dieses Bedürfnis reagiert und eine Ausschankanlage installiert, damit das Wasser durch einen Filter fliesst. Auf Wunsch kann mit dieser Anlage dem Quellwasser Kohlensäure beigemischt werden. Kostenlos, wie dies die Konsumentenschutzorganisatoren fordern, kann es nicht sein.

Es gibt kein gratis in der Dienstleistung. Höchstens ein offeriert. Denn, das Glas, die Karaffe, die Ausschankanlage und die Abwaschmaschine wollen bezahlt sein. Die Mitarbeitenden arbeiten nicht umsonst, selbst wenn sie „gratis“ Wasser servieren.

Kurz: Ob das Wasser gratis oder offeriert ist, soll der Unternehmer, der Wirt selber entscheiden. Nicht eine Konsumentenschutz Organisation. Ach, ich lass mich jetzt dann auch schützen.

Wie handgefertigte Cigarren entstehen

Via Oliver Bürge (@OBuerge) habe ich diesen interessanten Link bekommen, welcher die Herstellung von Cigarren anschaulich zeigt.

Twitterstrategien für Unternehmen und Private – Eine Einführung in «The next big Thing» – 3. Juni 10

Dieser Artikel hat rein absolut nichts mit meinen Genuss- (Essen & Cigarren) und Verdruss-Themen (Hotelranglisten) zu tun, dafür mit der These, welche Imke Keicher am 3. Tag der Hotellerie in Zug aufgestellt hat. “Der Hotelier in Gegenwart Zukunft spricht fliessend Social Media.” Hier eine sackstarke Präsentation von Ralph Hutter, alias @pixelfreund, in welcher er darlegt, was Twitter wirklich ist und was Twitter bei richtiger Anwendung auch bewirken kann, resp. eben nicht bewirkt.

Hotelranglistenfetischist Karl Wild

In der Sonntags Zeitung vom 30. Mai war die lang ersehnte und heiss erwartete Rangliste der 125 besten Hotels der Schweiz. Karl Wild ist der Verfasser des Hotelratings, welche sieben Zeitungsseiten füllte. Und das ist doch schon mal super. Sieben volle Zeitungsseiten über Schweizer Hotels. Geniale Werbung für unser Gewerbe, die Tourismusregionen und Städte. Und mit Pirmin Zurbriggen steht ein ehemaliger Weltmeister auf dem Podest der 35 besten Nice-Price-Ferienhotels. Schlagzeilenträchtig. Soweit so gut.

Oder doch nicht gut? Irgend wann im letzten September war ein Round Table Gespräch, von der Hotel Revue organisiert, mit Karl Wild, GaultMillau und anderen involvierten Parteien. Damals gab Herr Wild offen zu, dass er von den zu testenden Hotels immer eingeladen wird. Jaja. Unabhängigkeit? Kein Problem, der Herr Wild ist ein Profi und kann sehr wohl gut und schlecht unterscheiden. Er kann doch nichts dafür, wenn wir Hoteliers so grosszügig sind und ihm nebst dem offerierten Hotelbett auch das Abendessen, den Barbesuch und die Massage offerieren. Nie will ich Herrn Wild verdächtigen, dass er zu all den Hoteliers die gleich kritische Distanz eingehalten hat.

Wir, eine hervorragend qualifizierte und breit abgestützte Autorenschaft (bestehend aus mir), sind im Gegenteil einstimmig der Auffassung, die Jury sei differenziert auf jeden einzelnen Betrieb eingegangen und habe allfällige Animositäten oder Sympathien nicht einfach verdrängt, sondern sie integrativ in die Recherche einbezogen.

Meine Bewunderung für Karl Wild ist nach der neuerlichen Rangliste in ungeahnte Höhen geschnellt. Wie er die Hotels innert kürzester Zeit analysiert, zertifiziert und mystifiziert, ist schon bemerkenswert. Das nicht mehr so Vieux Manoir, kaum eröffnet (29. März) findet sich am 30. Mai schon auf Rang 13 der besten Ferienhotels…

Eine Rangliste von den “besten” Hotels – so etwas Saudummes. “Gut” und “besser” und “am besten” sind nicht messbar, also hätte Wild mit seinem Team (ein Duzend Spezialisten aus Hotellerie, Tourismus sowie Vielreisende), wenn schon, die seinetwegen “besten” fünfzig Häuser gemeinsam auflisten können. Aber doch keine Rangliste. Und wenn schon, dann hätte er als bestes Hotel den Hof Weissbad im schönen Appenzellerland nennen müssen, der Hof ist mit fast 100% ausgelastet und investiert auf Appenzeller komm raus mit selbst erarbeiteten Mittlen Millionen in die Zukunft.

Davidoff’s Kubaner

teaser_purodoro_blaetter2 Die «Puro d’Oro» ist die erste Cigarrenserie von Davidoff, die ausschliesslich aus Tabaken dominikanischen Provenienz besteht. Nicht nur ihre Einlage- und Umblatt-Tabake, sondern auch das neue Davidoff YamasáTM Deckblatt werden auf der Insel produziert. Das Team von Tabakexperte Hendrik Kelner hat dafür viele Jahre an Forschung und Entwicklung investiert.
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Podium Hopping am 31. Mai

ZUG

Am letzten Maitag war ich für einmal nicht auf des Schusters Sohlen unterwegs, sondern auf Podien. Der erste Aufenthalt war anlässlich des 3. Tages der Schweizer Hotellerie. Dieser Tag stand im Zeichen der Rolle des Hoteliers als Unternehmer, Gastgeber und Netzwerker. Zukunftsforscherin Imke Keicher legte den Hoteliers eine neue Weltsprache ans Herz.
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